waves, waves, waves and a little bit of this and a little bit of that 😅

Museum Abteiberg

AICA award for lonelyfingers AICA gives the Special Exhibition of the year award to "lonelyfingers-Konversationsstücke", Museum Abteiberg 2013

What makes an exhibition special? Aren’t all exhibitions special in one way or another? The exhibition lonelyfingers – Konversationsstücke (Conversation Pieces), shown between March 17th and June 2nd, 2013 at the Museum Abteiberg, Mönchengladbach, was exceptional precisely because it did not feature the presentation of artworks in the traditional sense. The history: In 2012, Diango Hernández and Anne Pöhlmann started lonelyfingers, as an online project and artist’s ...

lonelyfingers Konversationsstuecke. Exhibition at Museum Abteiberg 17th of March - 2nd of June 2013

Konversationsstücke is the first lonelyfingers presentation in a physical space. Lonelyfingers is an online project that focuses on the objects and documents that accompany the artist while developing an artwork. For Konversationsstücke lonelyfingers’ artists bring objects and references that start a conversation between the artist and the audience. These objects, often unknown and hidden in the artists’ studios, are now shared and publicly ...

The Museum of Capitalism Solo exhibition curated by Susanne Titz at Altes Museum, Mönchengladbach, Germany

“Diango Hernández, Museum of Capitalism” by Doris Krystof ch freue mich sehr über die Einladung von Susanne Titz und Hubertus Wunschik, zur Eröffnung des „Museum of Capitalism“ zu sprechen, das der aus Kuba stammende Künstler Diango Hernández im alten Museum von Mönchengladbach eingerichtet hat. Diango Hernández hält sich zur Zeit im Rahmen des durch die Josef und Hilde Wilberz – Stiftung geförderten städtischen Stipendiums in Mönchengladbach auf. Er ist einer jener jungen Künstler, die ständig unterwegs sind, permanent die Orte wechseln, die „zwischen den Welten“ unterwegs sind. „Zwischen den Welten“, im Falle von Diango Hernández kann man das mit Fug und Recht sagen, denn seit mehreren Jahren pendelt er zwischen Kuba und Europa. Im Sozialismus der Karibikinsel aufgewachsen, hat er in den letzten Jahren bei seinem Bruder im italienischen Trento gelebt, dann mehrere Monate in Spanien verbracht, und nun, hier im Rheinland schliessen sich gewissermaßen die Kreise. Denn Diango Hernández ist als Künstler im Rheinland bei weitem kein Unbekannter: 1998 realisierte er eine aufsehenerregnde Installation aus hängenden Antennen und einer aus vier polnischen Ladas zusammengebauten kubanischen Stretch-Limousine im Ludwigforum in Aachen, im Anschluss daran war er mehrfach – mit hinreißenden Zeichnungen oder einer wüsten Installation aus banalen weißen Plastikstühlen – in der Kölner Galerie Frehrking Wiesehöfer zu sehen, und im vergangenen Jahr war Diango Hernández an der um die Musik von Mouse on Mars konzipierten Ausstellung „doku/fiction“ in der Kunsthalle Düsseldorf beteiligt. Manch einer mag sich aktuell aber auch an Diango Hernández‘ Beitrag für die diesjährige Biennale in Venedig erinnern: die Soundinstallation „Palabras“ („Worte“), die in der ehemaligen Seilerei im Arsenal im Rahmen der von Rosa Martinez kuratierten Ausstellung „Sempre un piu lontano“ – „Immer ein bißchen weiter“ gezeigt wird. „Palabras“ besteht aus der Installation von sechs umgekippten, hölzernen Strommasten, die noch mit diesen altertümlichen Porzellanköpfen versehen sind. Die abgelösten Stromkabel ragen dabei frei in den Raum, sehen aus wie in die Luft gezeichnete Kringel oder Schleifen. Dazu erscheint auf der dahinterliegenden Ziegelwand eine Text-Projektion: Einem Film-Abspann im Kino vergleichbar, läuft eine Liste mit den Amtszeiten sämtlicher kommunistischer Machthaber. Bei vielen Namen der neueren Geschichte liest man  „( xy  -1989)“, nur als die Reihe an Fidel Castro kommt, erscheint da: „(1959-)“. Das Ensemble aus gefällten Strommasten und Filmprojektion wird von einer herzergreifenden italienischen Schlagermusik aus den 60er Jahren begleitet. Politik und Poesie gehen in dieser eindrucksvollen Arbeit eine ganz besondere, für Diango Hernández typische Mischung eingehen. Es ist eine politische künstlerische Haltung, die aufklärerisch agiert und zugleich mit eminenter Leichtigkeit das Rätselhafte und Mysteriöse berührt. Die für Mönchengladbach entstandene Ausstellung schließt in mehrfacher Hinsicht an die Biennale-Arbeit an. Auch hier im alten Museum verbindet sich das starke politische Interesse des Künstlers mit einer ausgesprochen poetischen Haltung und einer großen Sensibilität gegenüber dem Ort. Vielleicht ist es bereits diese Verbindung, die an Marcel Broodthaers denken lässt, dessen Verständnis von „Poesie als Störung von Weltordnung“, von „Poesie als indirekte politische Frage“ Grundlage seines bildkünstlerischen Werks gewesen ist. Der Gedanke an Broodthaers liegt aber auch deswegen nahe, weil er genau hier in diesen Räumen unter Johannes Cladders eine wichtige Ausstellung gehabt hat, die auch um das Thema Museum kreiste. „Poesie als Störung von Weltordnung“, „Poesie als indirekte politische Frage“ – Auch in den Arbeiten von Diango Hernández geht es vielfach um Worte, um Sprache als Kommunikationsmittel, um Musik zur Übermittlung von Stimmungen, und um die verschiedensten technischen Hilfen bei der Vermittlung von Kommunikation. So spielen immer wieder das Radio eine Rolle, der Plattenspieler, Lautsprecher und Verstärker, und immer wieder taucht die Antenne als Zeichen für das Senden und Empfangen von Botschaften auf. Dabei hat die Ambivalenz von Glaube an die emanzipative Kraft von Sprache einerseits und die Skepsis gegenüber der verführerischen Rhetorik der Macht andererseits die künstlerische Arbeit von Diango Hernández stark geprägt. Diese Ambivalenz kommt auch in dieser Ausstellung deutlich zum Ausdruck: so etwa am Beispiel einer der neuesten Kommunikationsmedien, dem Internet. Diango Hernández‘ „Museum of Capitalism“ ist ein Projekt für, mit und über das Internet. Gibt man www.museumofcapitalism.com ein, gelangt man auf eine Seite, die der Startseite der Suchmaschine Google nachempfunden ist, genau gesagt der US-amerikanischen Google-Seite. Dort hat Diango Hernández als Suchbegriff das Wort „Freedom“ (Freiheit) eingegeben und das absurde Ergebnis von 136 Millionen Treffern erzielt. Unterschiedslos rubriziert die Suchmaschine Seiten mit hoch politischen Inhalten neben Inseraten für Freeclimbing oder Surfclubs. Unter der Option „pictures“ hat Diango Hernández schließlich unterschiedlichste Bilder zum Suchbegriff Freiheit versammelt und damit eine Zuordnung von Bild und Begriff mit beinahe Magritte’schem Anstrich zu Wege gebracht. Zusammen mit den Ausdrucken der Freedom-Übersichtsseiten wurden die gegoogelten Freiheitsbilder in dem gerade erschienenen Buch „Museum of Capitalism“ publiziert. Ein Teil der Ausdrucke der Übersichtsseiten findet sich hier im Treppenhaus an der Wand installiert und markiert damit den Auftakt zu der nach diesem Netz-Projekt benannten Ausstellung „Museum of Capitalism“. In der schieren Menge der Einträge des Internets wölbt sich der Begriff „Freiheit“ zu einem nicht mehr zu bewältigenden Berg an Information auf. Inkomensurabel damit ist die subjektive Erfahrung von Unfreiheit, wie sie etwa im nahezu vollständigen Verbot des Internets in Kuba zum Ausdruck kommt und die scheinbare Grenzenlosigkeit des Netzes relativiert. Wenn das Internet als Inbegriff der globalen Vernetzung nichts anderes als eine chaotische Fülle der Information generiert, steht dem eine durch individuelle Vernunft geregelte Ordnung der Dinge gegenüber, die allerdings neu zu verhandeln ist. Stichwort: „Poesie als Störung der Weltordnung“, um noch einmal auf Broodthaers zurückzukommen. Und wie Broodthaers greift Diango Hernández auf die Vorstellung vom Museum als eine der ältesten Ordnungsmaschinerien unserer Kultur zurück und spielt noch einmal durch, was es zu bewahren, zu betrachten und zu vermitteln gilt. Hilfestellung dabei gibt eine gewisse Guerillataktik, die ins Museum Dinge einschleust, die an Kunst erinnern, aber doch etwas anderes meinen. Gleich zu Beginn im ersten Raum eine skulpturale Installation aus Tischen mit dem Titel „Amplified Secret“ – Vergrößertes Geheimnis (das klingt schon wieder nach René Magritte, diesem Taktiker der Verstörung!). Eine Reihe umgestürzter und auf einer diagonal durch den Raum verlaufenden Linie arrangierter Schultische bildet eine halbhohe Wand. Die Tische stammen aus Mönchengladbach und Umgebung, weisen Gebrauchsspuren auf, ...

The Museum of Capitalism (freedom) A book published by Revolver in the occasion of Diango Hernández solo exhibition "The Museum of Capitalism" at Altes Musuem, Mönchengladbach, Germany

In 2003 the Cuban artist Diango Hernández made www.themuseumofcapitalism.com a website that named Google (the most used web engine in the web) as the museum of capitalism itself. Now the artist is presenting in this book his search in "The Museum of Capitalism" about freedom, the result is a big mass of incomplete information an astonishing variety of possible ...